Montag, Mai 23, 2022
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Hochzeitsbräuche international – diese Traditionen leben andere Länder!

Er gilt für die meisten als einer der wichtigsten Momente des Lebens: Der Tag der Hochzeit. Dieses Gefühl teilen wohl die meisten Menschen auf der Welt, ganz egal welcher Nation. Nichtsdestotrotz gilt in Sachen Heirat das Motto „andere Länder, andere Sitten“. Werfen wir doch mal einen Blick in andere Länder, wie dort der Tag der Vermählung gefeiert wird!

Die romantischsten Wege zum „Ja“

Vor jeder Hochzeit steht erst einmal der Heiratsantrag, der von der künftigen Braut angenommen werden muss. Die Franzosen nutzen hierfür gerne ihr Wahrzeichen in der Stadt der Liebe, nämlich den Eiffelturm in Paris. Hier lädt der künftige Bräutigam seine Liebste zu einem romantischen Abendessen ein und überreicht ihr traditionsgemäß einen Weißdornzweig. Weißdorn soll Herzprobleme lindern – somit sorgt sie Braut, die diesen hoffentlich annimmt, dafür, dass der Herzschmerz ihres künftigen Mannes geheilt wird. Und auch in Italien bedienen sich die verliebten Männer gerne an romantischen Klischees und bringen wie einst Romeo seiner Julia ein Ständchen unter dem Balkon der Angebeteten bei. Öffnet diese das Fenster gilt der Antrag als angenommen. Wer sich als Mann nicht an’s Singen heran traut, darf in Italien seiner Angebeteten auch einen Holzklotz vor die Tür legen – wird dieser von ihr ins Haus geholt, gilt dies ebenfalls als ein Ja.

Gleich zu Beginn entscheidend – der Tag der Vermählung sollte nicht dem Zufall überlassen werden

In Italien will der Tag der Hochzeit sorgfältig gewählt werden. Dienstags oder Freitags sollte man nicht vor den Traualtar ziehen, da diese Tage Unglück bringen. Und auch der Samstag bleibt als Hochzeitstag eher den Witwen, die erneut heiraten möchten, vorbehalten. Somit finden die meisten italienischen Hochzeiten sonntags statt. In China hingegen hat es das Brautpaar bei der Terminwahl deutlich leichter. Denn der Tradition nach wird das Hochzeitsdatum wie bei einem Horoskop von einer Schicksalsdeuterin heraufbeschworen und somit bestimmt.

Wenn der Weg zur Kirche gleich ein Blick in die Zukunft anzeigt

Französische und italienische Brautpaare gehen den Weg zur Kirche oft gemeinsam zu Fuß. Auf ihrem Weg dorthin legen Nachbarn, Freude und Familienangehörige kleine Hindernisse aus, die Braut und Bräutigam gemeinsam meistern müssen. So soll das Paar gleich darauf geprüft werden, ob sie auch in schwierigen Zeiten zusammenhalten. Wird der Braut ein Besen vor die Füße geworfen, sollte sie diesen so schnell wie möglich aufheben, dies ist ein Zeichen dafür dass sie eine gute Hausfrau werden wird.

In Kroatien ist es Brauch, dass sich am Tag der Vermählung Freunde und Familie zunächst getrennt bei Braut und Bräutigam treffen. Nach Kaffee, Kuchen und Musik holt der Bräutigam gemeinsam mit seinen Angehörigen seine künftige Ehefrau und dessen Verwandte und Freunde ab. Gemeinsam wird unter lautem Gesang oder in Begleitung eines lautstarken Hupkonzertes der Weg zur kirchlichen Trauung gegangen.

Das vergnügte Spiel mit dem Strumpfband soll bestenfalls gleich für die nächste Hochzeit sorgen

Auf kroatischen Hochzeiten wird es kurz vor Mitternacht noch einmal richtig spannend. Die Braut stellt ihren Fuß auf einen Stuhl und zieht ihren Rock – natürlich in Begleitung von Musik und einer laut klatschenden Hochzeitsgesellschaft – ganz langsam hoch bis ihr Strumpfband zu sehen ist, welches ihr Ehemann mit den Zähnen ausziehen muss. Im Anschluss wirft der Bräutigam das Strumpfband in die Menge der unverheirateten Männer und die Braut den Brautstrauß zu den unverheirateten Frauen. Die Dame die den Brautstrauß fängt muss mit dem Herrn tanzen, welcher das Strumpfband erbeutet hat – und so findet sich vielleicht bereits das nächste Brautpaar.
Aber auch in Frankreich gibt es eine äußerst beliebte Tradition mit dem Strumpfband der Braut, nämlich die Versteigerung. Hier beginnt die Braut zur Musik zu tanzen und hebt nach und nach den Rock an. Für jedes von den Männern abgegebene Gebot wandert der Saum einen Zentimeter weiter nach oben, während die Frauen unter den Hochzeitsgästen für einen Zentimeter nach unten bieten. So wandert der Saum hin und her, bis sich letztlich das Strumpfband blicken lässt und der letzte Bieter dieses nicht nur erhält, sondern auch der Braut persönlich abnehmen darf.

Fünf Mandeln für die Gäste – ein kleines Geschenk mit großer Bedeutung

In Italien und Frankreich ist es üblich, dass nicht nur das Hochzeitspaar sondern auch deren Gäste beschenkt werden. In beiden Ländern werden gerne die sogenannten Hochzeitsmandeln verschenkt. Fünf Mandeln, hübsch verpackt in einem kleinen Säckchen, symbolisieren für die Italiener und Franzosen Glück, Wohlstand, Fruchtbarkeit, Gesundheit sowie ein langes Leben.

„Gorko“ oder „Bacio, Bacio“ – jetzt wird geküsst, und zwar nicht nur einmal

So unterschiedlich Russland und Italien auch sein mögen, in Sachen küssen auf der Hochzeit haben sie eines gemeinsam: Das Brautpaar soll sich so oft küssen wie es nur geht. Wie oft, das bestimmen die Hochzeitsgäste, denn sobald auf einer russischen Hochzeitsfeier der Ruf „Gorko“ ertönt, muss sich das Paar küssen. Und auch in Italien wird so oft „Bacio,Bacio“ gerufen, dass das Brautpaar oft mehr mit Küssen beschäftigt ist als mit Essen oder Tanzen. War der Kuss der Hochzeitsgesellschaft nicht intensiv genug, wird es einfach nochmals dazu aufgefordert. Der Ursprung dieser Tradition in beiden Ländern ist, dass nur Paare heiraten sollen, die sich wirklich lieben.

Weiß, rot oder grün – wichtige Farben der Hochzeit

In den meisten Ländern der Welt ist das Brautkleid weiß. Doch es gibt noch einige andere Farben, die in Sachen Hochzeit eine Rolle spielen. So ist in China als auch in der Türkei die Farbe rot ein wichtiges Kriterium. Gemäß chinesischer Tradition trägt die Braut ein rotes Kleid – und auch wenn in China immer mehr weiße Brautkleider getragen werden, ist es hier durchaus üblich, dass die Braut mehrmals am Tag die Kleider wechselt. So sollte wenigstens eines davon rot sein, da dies im Reich der Mitte die Farbe des Glücks ist. In der Türkei kommen der Farbe rot gleich mehrere Bedeutungen zu, denn sie steht für Wohlstand, Fruchtbarkeit und tiefe Liebe. Das Brautkleid selbst muss dabei nicht rot sein, die Braut trägt jedoch traditionell einen roten, bestickten Schleier. Wichtige italienische Tradition hingegen ist, dass die Braut einen Tag vor der Hochzeit ein grünes Kleid trägt, da diese Farbe in Italien für Fruchtbarkeit steht.

So unterschiedlich die Bräuche teilweise auch sind, so ist eines überall gleich: Man wünscht dem frisch vermählten Paar alles erdenklich Gute für die Zukunft!

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