Montag, Mai 23, 2022
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Karpfenangeln in Deutschland – das sind die besten Plätze

Ein entspannter Angelausflug mit der Familie, Freunden oder alleine bereitet am Wochenende eine große Freude. Mit einem Boot auf den Gewässern die Sonne genießen und dabei noch ordentlich abstauben, wünscht sich so gut wie jeder. Damit das Angelwochenende erfolgreich sein soll, gibt es einige Tipps und Tricks, welche auch helfen einen ordentlichen Karpfen an Land zu holen. Die richtige Ausrüstung, der passenden Ort und viel Geduld gehören zu einem gelungenen Angelausflug dazu.

Karpfen – Informationen

Seit der Antike ist der Karpfen einer der beliebtesten Speisefische und weltweit bekannt. Diese globale Bekanntheit brachte dem Karpfen viele Namen mit, so ist der Karpfen auch unter den Namen: Karpi oder Carp bekannt. Seine Länge kann sich bis zu 1,20 Meter erstrecken und er kann bis zu 40 Kilogramm wiegen. Der schwerste Karpfen, der bisher gefangen wurde, hatte ein Rekordgewicht von 51,2 Kilogramm.
Krapfen wurden schon vor Jahrhunderten angefangen zu züchten, dies hatte wiederum zur Folge, dass in der Wildnis kaum noch echte Wildkarpfen zu finden sind. Durch die Züchtung und natürliche Entwicklung haben sich jedoch viele weitere Karpfenarten entwickelt:

  • Wildkarpfen
  • Spiegelkarpfen
  • Schuppenkarpfen
  • Zeilkarpfen
  • Nacktkarpfen
  • Graskarpfen
  • Koi-Karpfen

Seine rasante Verbreitung verdankt der Karpfen seiner Robustheit. Durch diese Besonderheit tun sich die Karpfen besonders hervor. Verlieren Karpfen Schuppen, dann wachsen diese wieder nach und auch Wunden verheilen in kurzer Zeit. Sollte ein Karpfen am Land stranden, kann dieser ohne bleibende Schäden mehrere Stunden über Wasser verbringen, wenn seine Kiemen ausreichend angefeuchtet waren vor dem Stranden.
Besonders häufig trifft man den Karpfen im asiatischen Raum an, aber auch in der Donau verbringt der Karpfen gerne seine Zeit.

Karpfen richtig fangen – Die Grundlagen

Bevor das Karpfenangeln richtig losgehen kann, sind ein paar Grundlagen zu beachten. Ein bisschen Glück gehört ebenfalls dazu, aber mit der richtigen Vorbereitung erhöht sich die Chance einen heiß begehrten Krapfen zu angeln.
Zunächst sollte das richtige Gewässer ausfindig gemacht werden und dort sollte es erlaubt sein zu Angeln. Dafür sollte sich ein Wochenende genommen werden und potenzielle Gewässer abgefahren werden. Dort kann man mit den Anglern vor Ort sprechen, um die Karpfensituation zu erfahren. Langjährige Angler vor Ort wissen, ob es Krapfen gibt und in welcher Größe diese vermutlich vorhanden sind. Zusätzlich können weitere Tipps und Tricks vermittelt werden, wie welche Köder am besten sind, ob der Wind eine Rolle spielt und zu welcher Tageszeit die Karpfen sich am wahrscheinlichsten fangen lassen. Allerdings sollte man trotzdem nicht zu 100 Prozent alles glauben, was einem erzählt wird, da es durchaus Leute gibt, die sich durch neue Angler bedroht fühlen könnten.

Sobald dieser Schritt erledigt ist, sollten sogenannte Hotspots am Gewässer gesucht werden.

Die sogenannten Hotspots sind die Orte, wo am wahrscheinlichsten Krapfen zu finden sind. Diese halten sich gerne in:

  • Schilfkanten
  • Seerosenfeldern
  • versunkenen Bäumen
  • Krautfeldern
  • Plateaus
  • Kanten
  • Wasserzuläufe
  • Wasserabläufe

auf. Krapfen mögen diese Orte sehr gerne, weil sie ihnen Schutz gewähren.

Als nächster Schritt ist Detektivarbeit angesagt. Sollte ein Hotspot gefunden worden sein, ist es hilfreich, eine Polarisationsbrille und ein Boot zur Verfügung zu haben. Mit dem Boot kann der Hotspot abgefahren werden. Die Polarisationsbrille dient dazu, Bissspuren der Karpfen zu entdecken oder sogar auf Sicht direkt Karpfen zu finden. Des Weiteren sollte die Gewässeroberfläche gründlich beobachtet werden. Karpfen haben die Angewohnheit, öfter zu springen oder zu buckeln. Ausreichend Zeit und Geduld sind maßgeblich für einen erfolgreichen Karpfenfang.

Zu guter Letzt kommt die Ausrüstung und die Köder ins Spiel. Die Ausrüstung setzt sich aus den grundlegenden Gegenständen zum Angeln und speziell für Karpfen bedingte Gegenstände zusammen. Zur grundlegenden Ausstattung gehört:

  • ein Boot
  • Kescher
  • Abhakmatte
  • Swinger
  • Tackle Box
  • Bissanzeiger
  • Rutenhalter
  • Kopflampe (für nächtliches Fischen)

Speziell für das Karpfenfangen benötigte Ausrüstung:

  • Karpfenrute
  • Karpfenrolle
  • monofile Schnur
  • Ausrüstung zum Übernachten (Zelt, Isomatte, Stuhl)

Jeder hat selber zu entscheiden, wie viel Zeit in das Karpfenangeln gesteckt werden soll. Falls eine Übernachtung geplant ist, lohnt es sich ein Karpfenzelt und einen Schlafsack mitzunehmen. Grundsätzlich sollte eine bequeme Sitzmöglichkeit, wie zum Beispiel ein Karpfenstuhl, dabei sein, denn das Angeln kann sich lange ziehen.

Der richtige Köder rundet das Erlebnis ab. Besonders beliebt sind bei Karpfen Boilies, Tigernüsse, Mais und Hanf. Boilies sind gekochte Teigkugeln und eignen sich sehr gut als Köder. Karpfen lieben Boilies, da diese mundgerecht, gut schmecken und nährstoffreich sind. Kleinere Fische können Boilies nicht konsumieren und so bleibt mehr für die Karpfen übrig. Außerdem gibt es noch Pop-Up Boilies, welche ideal für schlammige Gewässer sind, denn sie versinken nicht im Schlamm. Boilies gibt es mittlerweile in vielen verschiedenen Geschmäckern. Tigernüsse sind ebenso ein Leckerbissen für Karpfen. Sie sind sogar gegenüber Krebstieren resistent und werden als bessere Boilies betrachtet. Tigernüsse zu kaufen ist ein Muss auf der To-do-Liste für den Angelausflug. Mais und Hanf sind fürs Karpfenangeln gut geeignet, werden aber gerne von anderen Fischen gefressen.

Die besten Orte zum Karpfenangeln in Deutschland

Norddeutschland

Die Elbe

Die Elbe ist der drittgrößte Fluss in Deutschland und erweckt zuerst nicht den Anschein, fürs Karpfenangeln geeignet zu sein. Die Länge der Elbe erschwert, die Hotspot suche, jedoch kann mit etwas Geduld ein ordentlicher Krapfen an Land gezogen werden. Krapfen sind in der Elbe keine Seltenheit und ein Gewicht von 40 Pfund (ca. 18 kg) weisen die meisten Fänge auf, sogar mehr als 40 Pfund (ca. 18 kg) ist möglich. Tiefe Bühnenfelder und Steinschüttungen erzeugen beruhigte Kehrströmungen, welche den Karpfen besonders gut gefallen. Wer so einen Hotspot findet, hat eine hohe Chance einen Dicken zu fangen.

Karpfencamp Ketzin

Wie der Name bereits voraus deutet, tummeln sich in der 6 Hektar großen Paylake nähe Berlin viele Karpfen. Für das Campen und lang andauernde Angeln gibt Möglichkeiten sich zu waschen, ein WC und eine Gastronomie in der Fischerhütte. Flachwasserbereiche, eine Sandbank, Krautfelder, Schilfkanten und überhängende Bäume bieten eine gute Grundlage für Karpfenhotspots. Das Durchschnittsgewicht liegt bei ungefähr 26 Pfund (ca. 12 kg).

Mitteldeutschland

Main (Frankfurt)
Wie auch in Norddeutschland ist in der Mitte ebenso ein vielversprechender Angelort ein Fluss. Der Rhein bietet eine interessante Abwechslung für alle Angler. Nicht nur der Karpfen ist zahlreich im Fluss vertreten, weitere Fische, die sich im Fluss aufhalten sind: Hechte, Barsche, Welse, Brachse und Schleie. Falls der Karpfenfang nicht klappt, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, einen anderen Fisch an Land zu ziehen und nicht mit leeren Händen nach Hause zu fahren.

Üttelsheimer See

In der Nähe von Duisburg und dem Rhein befindet sich der 50 Hektar große Schottersee: Üttelsheimer. Neben seiner zahlreichen Karpfenbesiedlung, gibt es einen Grill- und Spielplatz. So können die Kinder sich auf den Schaukeln vergnügen, wenn ihnen das Angeln doch zu mühsam sein sollte. Plateaus und Sandbänke schmücken den See. Kaliber von über 30 Pfund (ca. 14 kg) sind eher selten, aber nicht unmöglich.

Süddeutschland

Bavarian Carp Lake

Ein See der Karpfen-Ungetüme von bis zu 50 Pfund (ca. 23 kg) beheimatet. Der 10 Hektar große Schottersee wurde lange Zeit nicht wirklich befischt, weshalb in der 1 bis 9 Meter Tiefe noch richtige Ungetüme leben. Maximal dürfen immer nur 11 Angler fischen auf 6 ausgebauten Anglerplätzen.

Pilsensee

Campmöglichkeiten, Ferienhäuser und viele Fische machen den Pilsensee zu einem beliebten Angelerort. Neben dem See befinden sich außerdem noch der Ammersee und der Starnberger See. Die meisten Fische hat jedoch der Pilsensee. Ausgedehnte Flachwasserbereiche, Schilfgürtel und Krautfelder bieten den idealen Lebensort für Barsche, Karpfen, Hechte und Zander.

Den passenden Ort gefunden, Ausrüstung verstaut und ausreichend Geduld vorhanden, dann steht dem Karpfenangeln in Deutschland nichts mehr im Weg.

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