Sonntag, Juni 13, 2021
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Rohrlaserschneiden mit 3D-Technologie was ist heutzutage alles möglich?

Beim Laserschneiden kann durch die punktuell einwirkende Laserquelle das Material geschmolzen und verdampft werden, wodurch die höchstmögliche Kantengüte und Gesamtpräzision erreicht wird. Keine konventionelle Trennmethode – wie beispielsweise Bohren oder Fräsen – kann eine ähnlich exakte Schnittgüte aufweisen. Deshalb ist eine Laserschneidmaschine aus den heutigen Fertigungshallen nicht mehr wegzudenken. Gerade in der Blechbearbeitung hat sich durch die Entwicklung von hochmodernen Faserlasern, die Lasertechnologie zur wirtschaftlichsten Fertigungsmethode herauskristallisiert. Sowohl flache Metallteile als auch 3D-Profile, wie Rohre oder andere Profilteile, können so millimetergenau und gratfrei bearbeitet werden.

Dadurch entfallen aufwendige und kostenintensive Nachbearbeitungsschritte. Zudem können verschiedene Laserschneidverfahren eingesetzt werden, um so bei unterschiedlichen Materialien immer das beste Schnitt- und Kantenergebnis erzielen zu können. Insgesamt ist ein Laserverfahren hinsichtlich der Genauigkeit, der Produktionsdauer sowie den Produktionskosten gegenüber konventionellen Verarbeitungsmethoden weit überlegen. Besonders interessant ist Rohrlaserschneiden mit 3D-Technologie – mehr darüber erfahren Sie in diesem Artikel.

Wozu wird ein Rohrlaser genutzt?

Ein Rohrlaser ist der allgemeine Begriff für eine Rohr- und Profil-Laserschneidanlage, mit der sowohl runde, Vierkant- und beliebige Rohrprofile bearbeitet werden können. Der Aufbau einer Rohrlaser-Schneidanlage besteht aus einem Spannfutter, in dem das zu bearbeitende Teil eingespannt wird. Dieses ähnelt dem klassischen Spannfutter einer Drehmaschine, das auch beim Rohrlaser um seine Achse rotiert. Der Laserstrahl schneidet dann das gewünschte Profil in das Rohr, wobei der Laserkopf in axialer Richtung verschoben werden kann. Bei Bedarf kommt eine radiale Drehung also aus dem Spannfutter, damit auch vollumfängliche Profile erzeugt werden können. Jegliche Rohrkonturen sind damit erzeugbar.

Besitzt der Rohrlaser eine 3D-Technologie, kann der Laserkopf nicht nur in axialer Richtung bewegt werden, sondern kann zudem auch geschwenkt werden. Deshalb besitzt eine 3D-Schneidanlage fünf mögliche Achsen und wird deshalb auch 5-Achsanlage genannt. Durch diese Technologie können zuvor nur schwer darstellbare Profile erzeugt werden, die mit herkömmlichen Fräs- und Bohrprozessen unmöglich herzustellen waren. Auch Vierkantrohre und andere Rohrprofile können so ohne Probleme bearbeitet werden. Mit Rohrlasern können sowohl Einzelteil- als auch Klein- und Großserien wirtschaftlich produziert werden. Vor allem die schnelle Fertigung ist von großem Vorteil, da so auch kurzfristiger Teilebedarf gedeckt werden kann ohne große Wartezeiten in der Weiterverarbeitung der benötigten Einzelteile.

Kovinc Metallbearbeitung – Rohrlaserschneiden mit 3D-Technologie

Kovinc Metallbearbeitung garantiert mit über 40-jähriger Erfahrung für höchste Qualität bei der Blechbearbeitung, bei Schweißarbeiten und dem sonstigen Angebot. Die hohen Standards von Kovinc sind zudem zertifiziert, es werden alle derzeit relevanten Zertifikate gehalten. Kovinc ist mittlerweile in neun europäischen Ländern vertreten und tätigt ständige Investitionen, um die Technologie und das Wachstum des Unternehmens weiterhin voranzutreiben. Diese Faktoren haben dazu geführt, dass Kovinc international hohe Anerkennung genießt.

Speziell bei der Blechbearbeitung bietet Kovinc höchste Qualitätsstandards, da hier auf die neueste Lasertechnik gesetzt wird. Die vier Hauptgebiete der Kovinc Metallverarbeitung sind das FIBER-Rohrlaserschneiden, das 3D-Rohrlaserschneiden, allgemein Laserschneiden sowie das Handschweißen von Metallteilen. Seit 2019 besitzt Kovinc eine neuartige Rohrlaserschneidemaschine, die über die modernste Fasertechnologie verfügt. Kovinc bietet seitdem zwei verschiedene Arten des Rohrlaserschneidens an.

Bei der ersten Laserschneideart wird mit Fasertechnologie gearbeitet. Ein Rohrlaser mit dieser Technologie eignet sich vor allem für die Schneidfertigung von Großserien von Produkten der Auto- oder Möbelindustrie und andere Industriebereiche geeignet. Der benutzte LT5-Rohrlaser kann mehrere Verfahren wie Fräsen und Bohren ersetzen und verkürzt dadurch die Arbeitszeit bei noch präziseren Schnittergebnissen als bei klassischen Verfahren. Gleichzeitig werden so die Kosten der Produktion verringert.

Durch die Fasertechnologie können alle Arten von Rohren aus unterschiedlichsten Materialien und Profilform be- und verarbeitet werden. Außer den klassischen Metallen wie Eisen, Aluminium und Stahl, können auch Buntmetalle, Messing und Kupfer verarbeitet werden. Es können Rohre mit einem Maximaldurchmesser von 120 mm und einem Gewicht von bis zu 13,5 kg pro Meter sowie einer Maximallänge von 6,5 m bearbeitet werden. Die Bearbeitung mit Fasertechnologie hat zudem den Vorteil, dass gegenüber dem klassischen Laserschneiden weniger Strom verbraucht wird.

Die andere Option wäre das Rohrlaserschneiden mit 3D-Technologie. Diese Technik ist vor allem für eine sehr schnelle und genaue Herstellung von Rohrprofilen geeignet, besonders wenn eine äußerst präzise Wiederholbarkeit der Profilherstellung gewünscht ist. Keine andere Technologie bietet die Genauigkeit und Wiederholbarkeit der 3D-Technologie. Auch hier sind gegenüber anderen Laserschneidverfahren die Produktionszeit und die -kosten deutlich geringer. Denn mehrere Arbeitsschritte können mit der 3D-Technologie zu einem Arbeitsgang zusammengefasst werden. Die bearbeitbaren Rohrdurchmesser können zwischen 18 bis 220 mm groß sein, das Maximalgewicht darf hier bei 28 kg pro Meter Rohr liegen.

Das Wichtigste noch einmal zusammengefasst

(Rohr-)Laserschneiden ist bereits in vielen Metallfertigungsunternehmen fest etabliert. Die Nachfrage nach mit Lasertechnologie gefertigten Teilen nimmt stetig zu, da diese die höchstmögliche Präzision und Schnittgüte bietet, die mit konventionellen Fräs- oder Bohrverfahren nur schwer oder gar nicht darstellbar sind. Zudem ist das Laserschneiden bei solch hochkomplexen Profilen kostengünstiger und weniger zeitaufwendig.

Die Auswahl an herstellbaren Profilen ist nahezu unbegrenzt, vor allem durch die neuesten 3D- und Fasertechnologien. Auch zukünftig wird die Lasertechnik weiter verfeinert werden, wodurch herkömmliche Fertigungsverfahren immer weniger Relevanz behalten werden. Die hohen Investitionskosten für die teuren Lasertechnologien kann durch die schnelle Fertigung der Teile in kürzeren Perioden als früher amortisiert werden, sodass die Weiterentwicklung der Technik sowohl für die fertigenden Unternehmen als auch für die Käufer der erzeugten Teile von hohem Interesse ist.

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