Donnerstag, Januar 21, 2021
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Haushaltshilfe  – Eine sinnvolle Investition?

Stellen Sie sich vor, Sie kommen nach Hause und müssen nichts weiter tun, als sich nach getaner Arbeit zu entspannen, sich Ihrer Familie zu widmen oder Ihren Freizeitaktivitäten nachzugehen, ohne einen Gedanken an die Wäsche, das Staubsaugen oder Fenster putzen zu verschwenden? Genau diese Wunschvorstellungen lassen sich mit einer Haushaltshilfe realisieren.

Wenn der Alltag in der Wohnung oder in dem eigenen Haus zu einer Belastung wird, kann sich das durchaus auf das Wohlbefinden der ganzen Familie auswirken. Die wenigsten Familien können sich auf einen gut strukturierten Haushaltsplan einigen. Besonders schwierig wird es, wenn beide Elternteile Vollzeit arbeiten und schlichtweg die Zeit fehlt. Bereits in einem kleinen Haushalt, bestehend aus zwei Personen kann die Haushaltsarbeit zu einer lästigen und zeitraubenden Aufgabe werden. Jedoch stellt eine Hilfskraft auch eine finanzielle und bürokratische Anforderung dar, die Privathaushalte scheuen. Es ist dennoch in den meisten Fällen ein sinnvoller Aufwand, der vor allem auch für Senioren oder kranken und pflegebedürftigen Personen im eigenen Heim eine besonders große Entlastung darstellt.

 Wie finde ich eine Haushaltshilfe und was muss ich beachten?

Es gibt sehr viele Portale oder Anzeigen für Haushaltshilfen, jedoch auch Agenturen, die ihre Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen an Privathaushalte zuteilen. Wichtig ist die Suche nach einer legal arbeitenden Reinigungskraft. Es gibt folgende Möglichkeiten:

  • Die direkte Anstellung bei Ihnen im Privathaushalt, dies bedeutet, dass Sie der Arbeitgeber selbst sind und Ihre Haushaltskraft anmelden müssen, wie z.B. bei der Minijob-Zentrale (Vorteil: Steuerermäßigung der Ausgaben von ca. 20 Prozent im Jahr)
  • Eine Firma teilt Ihnen eine Arbeitnehmerin oder einen Arbeitnehmer zu
  • Die Reinigungskraft hat bereits ein eigenes Gewerbe angemeldet (eher selten)

Des Weiteren sollten Sie Ihre Vorstellungen über die Arbeitsleistung und den Umfang der Tätigkeiten in Ihrem Heim darlegen und besprechen. Die Haushaltshilfe kann über die üblichen Aufgaben hinaus, wie die Reinigung der Wohnräume, das Wäsche waschen und Bügeln auch den kleineren Einkauf oder das Kochen übernehmen, was natürlich dementsprechend im Voraus abgeklärt werden sollte. Dabei können Sie gleichzeitig die Höhe der Vergütung verhandeln, wobei der Mindestlohn eingehalten werden muss.

Gut zu wissen

Nach §38 SGB V haben gesetzlich versicherte Personen einen Anspruch auf eine Haushaltskraft für einen bestimmten Zeitraum, wenn sie ihren Tätigkeiten im eigenen Haushalt nicht mehr nachkommen können. Dies trifft beispielsweise bei einer schwerwiegenden Erkrankung, nach einem Unfall, mit gegebenenfalls folgendem Krankenhausaufenthalts aber auch bei schwangeren Frauen zu. Allerdings kann die Hilfe nach einem Antrag an die eigene Krankenkasse nur in Anspruch genommen werden, wenn ein Kind unter 12 Jahren oder eine pflegebedürftige Menschen in dem Eigenheim lebt. Zudem kann die Hilfe von verwandten oder verschwägerten Personen nicht erstattet werden.

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